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2. Bonner Klezmertage

Früher Vogel fäng den Wurm – am Sonntag geht es schon zum Frühstück los

Ein Klezmerbrunch ist nichts traditionelles, aber bei uns hat er Tradition. Wer früh aufsteht, soll auch belohnt werden und dies nicht nur mit einem reichhaltigen Mahl, sondern auch mit guter Musik. Letztes Jahr waren ein Schwerpunkt des Festivals Bands aus der Region. Daran knüpft das Vormittagsprogramm an, wenn es nach dem Brunchen zum Klezmer Duo “if” geht. Unter diesem sicher kürzesten Klezmernamen verbirgt sich ein Duo um das Klezmerwunderkind Franziska Seehausen, ihres Zeichens Bonnerin und in zartem Alter schon ehrgeizige Globetrotterin in Sachen Klezmer. Frisch zurückgekehrt von den Aufnahmen zu ihrer ersten Solo-CD, die sie gleich mit namhaften Musikern in New York bewerkstelligte, stellt sie Programm in ihrer Heimatstadt vor.

Mit dabei ist der Irrwisch der Szene Ilya Shneyveys aus Riga, der bei den ersten Bonner Klezmertagen schon mehrfach als Gast zu sehen war. Überhaupt ist er wie der Igel aus Grimm’s Märchen, der egal, wo man hinkommt, sagt :”Ich bin schon da!”

Ein reizvolles Duo – hier der mit allen Klezmerwassern gewaschene Litauer am Akkordeon, dort die aufstrebende Bonnerin Klarinettistin, die für ihre musikalische Leidenschaft unlängst zum “Klezmerstar 2012” auf dem Moskauer Festival gekürt wurde.

Traditionelle Klezmermusik, tanzbar und zum Nachsinnen auf kammermusikalischem Niveau, ein Morgen für Feinschmecker – in jeder Hinsicht.

Ein Gastbeitrag von Georg Brinkmann

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2. Bonner Klezmertage

Ein Ausblick auf das Programm vom Samstag

Mein Vater schickte mir Mitte der 90er Jahre eine Kassette. “Du interessierst Dich doch für Klezmermusik, ich hab da was im Radio für Dich aufgenommen.” Damals tastete ich mich am Rand der deutschen Klezmerszene entlang und arbeitete mich an Giora Feidman ab – als ich dieses Band hörte, war ich elektrisiert wie seit langem nicht mehr. Das war die Liveaufnahme einer Band vom Bonner Sommer (!), die zwischen akustischen und elektrischen Sounds hin- und hersprang, zwischen rockigen Grooves, jazzigen Soli und zupackendem Klezmertanzbeat spielerisch und wie selbstverständlich hin- und herwechselte und wirklich alles davon zu beherrschen schien. 20 Jahre später sind sie wieder in Bonn – die Klezmatics, die wie kaum eine andere Band für modernen Klezmer stehen.

Der Samstag nun ganz im Zeichen dieser Entwicklung Klezmer – wer einen historischen bis aktuellen Überblick über das, was man modernen Klezmer nennt erhalten will, ist im Vortrag um 16 Uhr gut aufgehoben.

Mit modernem Klezmer bezeichnet man die Entwicklung der Klezmermusik, nachdem sie mit ihren Protagonisten in die USA ausgewandert war. Die dortigen Lebensumstände und musikalischen Einflüsse änderten die Musik massiv. Das sogenannte Revival in den 70er Jahren schließlich brachte bis heute eine vielfältige Musik hervor, die mit anderen Stilen mehr oder weniger gekonnt fusioniert. Klezmer ist auf spannenden Wegen heute von einer hochspezialisierten Fest- und Ritualmusik einer religiösen Gemeinschaft  zu einer Konzertmusik für jeden geworden, die von ihren Ursprüngen oft weit entfernt ist. Der Vortrag versucht mit vielen Tonbeispielen diesen Weg nachzuvollziehen.

Dermaßen vorbereitet ist man dann wohl gewappnet für einen Hauptact dieses Festival: Die Band, die seit 25 Jahren den Spagat zwischen Klezmer und Fusion auf höchstem Niveau meistert, sind die Klezmatics aus New York. Vielleicht sind sie die einzigen Weltstars der Klerzmermusik – auf jeden Fall die einzigen mit Vitrinenschrank, denn der  2007 gewonnene Grammy muss ja irgendwo hin.

Sie verbinden die Roots des Klezmer, seine Grooves, Verzierungen und seine besondere Kraft mit modernen Rock-, Jazz- und Soulklängen und allem, was sie sonst noch auf ihren individuellen musikalischen Werdegängen inhaliert haben.

Ihr Jubiläum zelebrieren sie mit einer Welttournee, die sie zwischen Helsinki und Wien auch in Bonn halten lässt. Die gänsehauterregende Stimme Lorin Sklambergs, die souligen Trompetenklänge von Frank London und die zupackende Klezmerfidl von Lisa Gutkin erheben sich über raffinierten Arrangements und Stilwechseln, die nie als Bruch empfunden werden, sondern die Zuhörer immer weitertragen.

Nicht nur eine seltene Gelegenheit, sondern ein Muss für jeden Klezmerfan!

Ein Gastbeitrag von Georg Brinkmann

Tickets für alle Veranstaltungen sind bei Klezmer Bonn gegen Vorauskasse bestellbar und im Vorverkauf montags – freitags zwischen 16 und 19 Uhr im Foyer der Brotfabrik zu bekommen, ein beschränktes Kontingent an Restkarten ist unter mail@brotfabrik-theater.de und 0228 / 42131-0 reservierbar.

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2. Bonner Klezmertage

Und was passiert so im Programm? –
Dann schauen wir uns doch mal den Freitag an

da haben wir natürlich die Eröffnung, der OB spricht als Schirmherr warme Worte, jemand vom Verein wird sprechen (btw – die Bonner Klezmertage werden vom Verein “Klezmer Bonn” organisiert) und dann haben wir als Eröffnungsakt die Chöre der Bonner jüdischen Gemeinde.

Die haben letztes Mal die Herzen im Sturm erobert – Sim Shalom singt jiddische und israelische Lieder mit vorzüglicher Klavierbegleitung. Nach anfänglicher Nervösität haben sie sich letztes Jahr richtig freigesungen und mit viel “neshume”, mit Seele ihre Lieder gesungen. Seele hat auch der zweite Chor im Namen – “Russische Seele” – als sie mit ihren russischen Kostümen auf die Bühne kamen, blieb mir erst das Herz stehen, weil ich folkloristische Panikattacken bekämpfen musste, aber weit gefehlt – auch hier viel Liebe zum Lied und zur tänzerischen Präsentation – eigentlich waren diese Auftritte die Überraschung des Festivals.

Wichtig ist uns dabei auch, dass die jüdische Gemeinde Bonns, von der man sonst nicht so viel mitbekommt, beim Festival vertreten ist. Man muss immer aufpassen, weil gerade in Deutschland Klezmer mit Judentum und Judentum mit Klezmer identifiziert wird, was ähnlichen Charakter haben kann wie das bayrische Wirtshaus in Sydney als Vertreter des Deutschtums anzusehen. Dennoch bin ich sehr froh, dass ein Festival jiddischer Kultur in Bonn nicht ganz an der Gemeinde vorbeiläuft. Und ein Bereicherung sind diese Chöre ohnehin!

Stilwechsel – danach ist die Bühne frei für Michael Winograd und seine Band. Damit wird nun auch unwiderruflich klar, dass sich dieses Festival modernen Klängen in der Klezmerszene widmet. Das modernste kann man natürlich in New York finden – dort gibt es überhaupt ein reiche jüdische Szene, eine reiche Musikszene und eine explosiv-innovative Mischung aus beidem. Michael Winograd ist einer der herausragendsten Vertreter. Er ist als Klarinettist, Komponist und Arrangeur grenzenbrechend wie stilsicher unterwegs. Die Schwierigkeit beim sogenannten modernen Klezmer, vor allzuviel Fusion, Experiment und Neuklängen die ursprüngliche Kraft des Klezmer zu verlieren, meistert er.

Seine rockigen Projekte beispielsweise sind einzigartig, weil man durch die Rockstilistik und die Wildheit, die eben nur die Rockmusik bieten kann, eine speziell jüdisch-musikalische Seite durchhört. In seinen Produktionen und Arrangements beispielweise für die große, leider letztes Jahr verstorbene Adrienne Cooper, kommt noch eine sehr sinnlich-bildhafte Klangsprache dazu.

In Bonn hören wir nun sein Trio, das ohne Beliebigkeit zwischen Klezmer und Jazz changiert. Etwas spezifisch amerikanisch-klezmerisches scheint auch zu sein, dass die führenden “modernen” Klezmorim der amerikanischen Szene in beiden Bereichen ausgebildet und einfach sehr gut sind. Es gibt eine Menge Fusionbands in Deutschland und Europa (in Amerika natürlich auch), bei denen man froh sein kann, wenn sie wenigstens einen der Stile, die sie zu mischen vorgeben, auch beherrschen. Speziell in New York gibt es aber ein jüdische Musikszene, die Musiker dort spielen also heute im Jazzclub, morgen auf einer traditionellen Hochzeit und übermorgen auf einem chassidischen Fest (und nehmen vielleicht noch zwischendrin eine CD mit einem Salsaspieler auf…). Kurz gesagt – die wissen’s!

In Bonn kann man Michael’s Trio von allen Seiten erfahren – nach dem Konzert mit ihrem Programm spielen sie noch traditionell (mehr oder weniger, auf jeden Fall aber tanzbar). Diese Granden sind schon etwas aufregend für den Tanzmeister!

Ein Gastbeitrag von Georg Brinkmann

Tickets für alle Veranstaltungen sind online direkt über die Festivalseite bestellbar und im Vorverkauf montags – freitags zwischen 16 und 19 Uhr im Foyer der Brotfabrik zu bekommen.

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2. Bonner Klezmertage

 So spannend, wie die Konzerte selbst – das Rahmenprogramm:

Bevor noch was über die anderen sich tummelnden Bands kommt, hier was zu den Dingen, die man gern als Nebenprogramm überliest, die aber – so war es zumindest letztes Jahr – den Kern des Festivals ausmachen.

Es gibt nämlich für jederkindmanfrau was aktives. Und jenes ist alle drei Male nicht nur von erleichternder Einfachheit, sondern auch von betörender Tiefe, ermöglicht ein tiefes Eintauchen in den imaginären Ort, aus dem das Jiddische seine Kraft schöpft.

Das eine ist der Tanzworkshop am 25.10. – Klezmermusik ist Tanzmusik. Auf jeder Feier wurde getanzt, und wenn es keine Musiker gab, dann sang man dazu. Die Tänze sind denkbar leicht zu lernen und so vielfältig wie die Musik – Kreis-, Linien-, Paar- und Solotänze, alles ist möglich und jeder kann in seinem Rahmen machen, was die Musik ihm eingibt. Über das Tanzen erlebt man einen intensiven Zugang und ein körperliches Verstehen der Musik. Und es macht enorm Spaß. Vor allem dank der Livemusik, die jeden Moment auf das Tanzgeschehen eingeht.
Nötige Vorerfahrung – seine Beine bewegen können.
Workshopgewappnet kann man dann auch den Tanzball am 25.10. noch mehr genießen!

 

Einen ganz anderen Zugang ermöglicht der Nigunworkshop am 28.10. mit Markus Milian Müller. Markus ist Musiker, Komponist und studierter Jiddischist und ein Experte auf dem Gebiet der chassidischen Nigunim. Hinter diesem fremdklingenden Namen verbergen sich unzählige Lieder ohne Worte voll Lebenssaft und spiritueller Kraft gleichermaßen – auch hier gilt – leicht zu lernen, damit man umso mehr erfahren kann, welche Kraft der jiddischen Musik nach innen wirkt, wenn man sie nach außen singt. Eine Perle im Programm!
Nötige Vorerfahrung – Duschensänger.

Und dann gibt es noch das aktive Zuhören, dass sich für unseren Meistererzähler und Publikumsliebling 2011 Gidon Horowitz empfiehlt. Das Judentum ist ja auch eine Sprachkultur und seinen Sagen, Legenden und Witze haben einen Ehrenplatz in den Geschichten der Welt; hintersinnig, lebensnah und doch um die Ecke gedacht, rührend und witzig zugleich. Vor allem, wenn sie mit so viel Erfahrung, Charme und Humor vorgetragen werden.
Nötige Vorerfahrung – Ohren putzen.

 

Also – raus aus dem Sessel, raus aus dem Konzertstuhl und selber erfahren, was jiddische Musik und Sprache sind – man muss kein Tänzer sein, man muss kein Sänger sein und kein Literat, man muss nur offen sein für eine ganz eigene Erfahrung.

Ein Gastbeitrag von Georg Brinkmann

Tickets für alle Veranstaltungen sind online direkt über die Festivalseite bestellbar und im Vorverkauf ab Dienstag, 09. Oktober montags – freitags zwischen 16 und 19 Uhr im Foyer der Brotfabrik zu bekommen.

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2. Bonner Klezmertage

Was aber erwartet uns 2012?
Das “Vorprogramm” startet am 6. Oktober mit einem Highlight: Konsonans Retro!

Schon letztes Jahr haben die Bonner Klezmertage nicht unbedingt gekleckert, aber jetzt wird geklotzt – ein volles Programm der Superlative. So voll, dass eine Band sich schon vorher anmeldet – Konsonans Retro, die ukrainische Brass-Sensation mit ihrem Leiter Christian Dawid, der schon lange zur Spitze der Klezmerklarinettisten gehört.

In Sachen Musik wie immer auf dem Globus unterwegs, entdeckte er die 6köpfige Band auf einem Festival. Das Familienunternehmen – vier der Musiker sind Brüder – spielt in Podolien auf Hochzeiten die wilde und süße Musik, die ihr Vater Moise Baranovsky ihnen in Hände und Herzen übergeben hat.

Musik aus einer Zeit, in der niemand unterschieden hat, ob ein Stück nun jüdisch, podolisch, moldawisch, ukrainisch, gypsy oder sonstwas ist.

Christian Dawid war fasziniert – nicht nur von der Spielkunst und Urgewalt der Brüder, sondern auch von der Wiederentdeckung bekannter Klezmertunes. Er spielte selber mit, holte noch den Klezmerdrummer Guy Schalom ins Boot. Seither ist Konsonas Retro unterwegs – den Status des Geheimtips haben sie gleich übersprungen und sind auf allen Bühnen und Festivals der Welt zu Hause, – in ganz Europa, USA, Kanada begeistern mit ihrer ukrainisch-moldawisch-jüdischen Tanzmusik und ihren bewegenden a-capella Gesängen.

Im Vorfeld gab es noch einen Nervenkitzel, da durch einen ungeschminkt antisemitischen Angestellten des Visaservice die Einreise fast verhindert worden wäre – nicht nur deshalb sind  wir überglücklich, sie in Bonn begrüßen zu können und erwarten nicht weniger als einen vorgezogenen Höhepunkt der Bonner Klezmertage.

Konsonans Retro spielen am 6.10. ab 20 Uhr in der Brotfabrik

Ein Gastbeitrag von Georg Brinkmann

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Vorfreude auf die 2. Bonner Klezmertage

Bald wird die Brotfabrik wieder ein Ort der jiddischen Kultur! Zum zweiten Mal nach dem großen Erfolg 2011 öffnet das Bonner Kulturzentrum seine Tore der beliebten, gefühlvollen, ekstatischen, tanzbaren wie nachdenklichen Musik des jüdischen Osteuropa.

Zurück geht das Ganze auf eine Idee von Ute Gerst, die über das Management der Gruppe “nu” der Klezmermusik immer näher kam. Als Musiker dieser Band kam ich zwangsläufig viel rum und war natürlich auch auf vielen Festivals – da wurde sie genauso zwangsläufig ein bisschen neidisch, bis die Idee geboren war, die sich kurz auf den Nenner bringen läßt – wenn es schwierig ist, auf die Festivals zu fahren, dann müssen wir eben ein Festival in Bonn machen und all die Bands hierher holen.

Es war aber auch an der Zeit – die vielen Veranstaltungen wie Konzerte, die rheinische Klezmernacht, Vorträge, das Kinderprogramm und Besuche in Schulklassen, vor allem die Tanzworkshops und Tanzbälle mit jiddischem Tanz zeigten ein wachsendes Interesse. Da hielten wir ein größeres Festival für die passende Antwort. Und das war es – die Konzerte ausverkauft, eine unbeschreibliche Stimmung, die sich auch durch die “kleinen” Veranstaltungen am Rand zog.

Der Chor der jüdischen Gemeinde begeisterte gleich zu Beginn durch seinen Charme und großen Enthusiasmus, bevor das Frauen Duo Wajlu aus Bonn und Freiburg und die groovige Klezmer Alliance aus Köln, London und Kishinev abrockten.

Gruppen aus der Region waren ein Schwerpunkt dieses ersten Festivals – neben dem Queen Esther Trio aus Köln, Hamburg und Riga führte Meisterklarinettistin Annette Maye aus Köln mit ihrem Duo “Doyna” in anspruchsvolle Jazzgefilde zeitgenössischer Klezmermusik. Interessant auch, dass in diesem sogenannten regionalen Teil des Festivals überwiegend Frauen musikalisch federführend waren – in der Klezmerszene keine Selbstverständlichkeit!

Nachdem die Klezgoyim auf ihrem Konzert mit ihrem gewagten Mix aus Klezmer, türkischer Musik, Balkan und Eigenkomposition begeisterten, begleiteten sie den Tanzball, der natürlich nicht fehlen durfte – schließlich ist Klezmermusik ja Tanzmusik vom Feinsten.

Ein weiterer Schwerpunkt war der Chassidismus, jene spirituell-ekstatische Strömung, die ab dem 18. Jahrhundert populär war und enorme musikalische Einflüsse hatte.

In den Sog ihrer Sagen- und Märchenwelt führte Gidon Horowitz unnachahmlich ein, bevor die Grande Dame des jiddischen Liedes Shura Lipovsky in einem Nigunworkshop dieses Repertoire zum Mitsingen und Mitspüren vorstellte. Wer hier teilnahm hatte das Gefühl, tief in das musikalische Herz des Ostjudentums zu schnuppern zu dürfen – wie viel mehr noch begeisterte sie am Abend in ihrem Konzert, das den Abschluss und Höhepunkt des Festivals bildete.

Hiernach war die Frage nach einer Fortsetzung rhetorisch – die durchweg gute Stimmung, ja Begeisterung, die große Offenheit aller Beteiligten und die mitreißende Musik in solcher Vielgestaltigkeit hatten für uns als Veranstalter einen Suchtcharakter, der die nötige Arbeit schnell vergessen ließ.

Nachdem es im Frühjahr als Überbrücker der langen Festivalpause ein Doppelkonzert der Berliner Gruppen “Shikker wi Lot” und “!Schmaltz!” gab, wird am 6. Oktober die Brass-Sensation aus der Ukraine einheizen – Konsonans Retro mit Klezmersuperstar Christian Dawid geben sich die Ehre, um die Bonner Klezmerfans schon zwei Wochen vor dem eigentlichen Start der Bonner Klezmertage mit ihren authentischen Grooves zu verwöhnen.

Und was kommt dann?
Dazu mehr im nächsten Blogartikel!

Ein Gastbeitrag von Georg Brinkmann

 

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Wir sind wieder da!

Die Brotfabrik Bühne ist zurück aus der Sommerpause

Polyphone Gesänge aus Polen, das aktuelle Stück unseres „reifen“ Theaters UHU, eine Lesung und Figurentheater für Erwachsene stehen in den nächsten Tagen auf dem Programm.

Ab dem 21. September ist die Brotfabrik neben dem Theater im Ballsaal Gastgeber der zweiten Auflage des Tanzfestivals Into the Fields. Im Rahmen des Festivals hat das neue Stück „Büchsenlicht“ der Tanzkompanie bo komplex bei uns Premiere.

Ebenfalls Premiere feiert das Theater Hochrot mit „Der Alptraum vom Glück“ und zum Abschluss des Monats besucht uns das Weite Theater aus Berlin mit dem Kinderbuchklassiker „Das kleine ich bin ich“ als Figurentheater.

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2. Bonner Klezmertage

6. Oktober und 25. – 28.10.2012

So groß waren der Andrang und die positive Resonanz bei den ersten Bonner Klezmertagen 2011 in der Brotfabrik, dass die Entscheidung für eine Neuauflage 2012 schnell getroffen war.

Klezmermusik lebt und tut dies in verschiedensten Gestalten: ob traditionell als mitreißende wie tiefgründige Tanzmusik, oder modern in jazzigem, rockigen und experimentellen Gewand – die Musik des ostjüdischen Volkes ist heute vitaler und teilweise sogar provokativer, immer jedoch erfrischender Teil der internationalen Weltmusikszene.

Einen Programmschwerpunkt bilden in diesem Jahr Gruppen aus New York, allen voran die Grammypreisträger „The Klezmatics“. Aber auch die weiteren Acts und das umfangreiche Rahmenprogramm versprechen wieder großartige Klezmer-Tage und –Nächte.

Wir sind schon sehr gespannt auf die Klezmertage und werden in den Wochen vorher hier im Blog spannende Hintergründe zum Festival und zur Klezmermusik veröffentlichen.

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Noch einmal Kunst ohne Strom am 2.9.

Zum Open-Air-Saisonende in der Grünen Spielstadt am 2.9. gibt es von “Kunst ohne Strom” noch einmal ein volles tolles Programm:

  • das Kinderatelier der Jugendkunstschule “artefact” mit “Malen, ohne zu sehen” (14-17 Uhr)
  • Ausschnitte aus “Max und Moritz” – Theater Pathologie (14.30 Uhr)
  • Martin Bross liest den Insektenkrimi “Die Wanze” von Paul Shipton am denkbar passenden Ort (15 + 17 Uhr)
  • Matthias Höhn und Sven Robin Klärner präsentieren Lieder des 17. Jahrhunderts
  • und zum Abschluss gibt es Auszüge aus Goethes “Erotica Romana” –  Theater Pathologie (18 Uhr).

Der Eintritt ist frei, eine Spende erbeten, und zum Wetter passende Kleidung hilfreich ;-)

Grüne Spielstadt, An der alten Stadtgärtnerei, Bonn-Dransdorf, Bus 610 + 611 ab Hbf. bis Hans-Sachs-Straße.

Gefördert von der LAG soziokulturelle Zentren NRW aus Mitteln des Ministeriums für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes NRW