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Wir gehen auf eine musikalische Weltreise – Ausblick auf unseren Programmschwerpunkt zum Jahresanfang

Mit Musik kommt man gut durch den Winter – diese Tatsache ist dem Rheinländer nicht neu. Wir haben daher auch in unserem Januar / Februar-Programm einen Schwerpunkt auf diese Sparte gelegt. Wir begeben uns auf eine musikalische Weltreise.

Unsere erste Station ist Uruguay. Das Tango-Duo Got@n.uy entführt uns an den Rio de la Plata. In den Städten am Delta des Rio de la Plata, in Montevideo in Uruguay und in Buenos Aires auf der argentinischen Seite, liegt die Wiege des Tango. Ende des 19. Jahrhunderts entwickelte sich in den Barrios und Hafenvierteln der Tanz, der inzwischen die Welt erobert hat. Einwanderer vieler Völker und Kulturen kamen in dieser Zeit nach Südamerika, um ihr Glück zu suchen. Tänze und Musik aus Europa, Afrika und Südamerika mischten sich und brachten eine Musik, einen Tanz hervor, die mit jedem Ton von den existenziellen Themen dieser Menschen erzählt: soziale Not, Einsamkeit und Liebeskummer.

 
Von Südamerika geht es weiter – fast – auf das Dach der Welt, nach Afghanistan. Mit seinem Programm „Himalaya Crossings“ stellt Daud Khan eine Musiktradition vor, die noch viel, viel älter ist als der Tango. Daud Khan stammt aus Kabul in Afghanistan und lebt seit über 30 Jahren in Deutschland. Er spielt die Robab, eine Langhalslaute mit zweitausend Jahre alter Geschichte. Die alte Form der Robab gilt als Urform der heutigen Lauten und Streichinstrumente. Während der Herrschaft der Taliban war die traditionelle Musik verboten und auch jetzt ist es schwierig, im Land selbst die Volksmusik Afghanistans wieder zu beleben und zu pflegen. Um so wichtiger ist, dass die wenigen im Exil lebenden Musiker das kulturelle Erbe erhalten.

 

Nach so viel Traditionen zu Beginn wird es an der dritten Station unserer Reise etwas experimenteller. Unsere Weltreise macht Halt bei Yggdrasil auf den Färöer-Inseln. Yggdrasil lässt sich in keine Schublade stecken. Der musikalische Background der Bandmitglieder war und ist sehr vielschichtig, er reicht von Jazz über ethnische Musik, Folk, Rock bis hin zu Klassik. Das schlägt sich auch im Repertoire nieder. Es umfasst ein breites Spektrum zwischen Freejazz und Klassik. Viele Kompositionen entstehen im Austausch mit anderen Kunstsparten, wie Bildender Kunst, Lyrik oder Tanz. Entsprechend sind auch die Konzerte von Yggdrasil ein musikalisch-performatives Gesamtkunstwerk.

 

Samy und Bosco aus Madagaskar setzen sich dann wieder mehr mit der Musikgeschichte ihrer Heimat auseinander. Samy reiste in die verschiedenen Gebiete der Insel und lernte von den lokalen Musikern die jeweils regionalen Stile. Samy schaffte sich seinen eigenen Musikkosmos, dazu gehört auch, dass er fast alle seiner Instrumente selbst baut. Der Multiinstrumentalist spielt Flöten, Laute, Zithern, Musikbogen und Percussion. Begleitet wird Samy von dem Sänger Rakotonirina Jean, genannt Bosco.

Die Reiseroute:

09. Januar: Uruguay
11. Januar: Afghanistan
22. Januar: Färöer-Inseln
23. Februar: Madagaskar

Programmübersicht

1 Kommentar

  1. Pingback: Der Spielplan Januar / Februar ist fertig | Brotfabrik Bühne Bonn

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