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„Schlüsselerlebnisse mit dem Social Web“

Mein Beitrag zur Theatercamp – Blogparade

Am kommenden Wochenende werde ich für die Brotfabrik Bühne nach Hamburg reisen und dort im Thalia Theater am Theatercamp teilnehmen.

Theatercamp – was ist denn das?

Ein Theatercamp ist kein Zeltlager für Theatermacher, es handelt sich vielmehr um eine (Un-)Konferenz, ein Barcamp. Ein Barcamp ist eine besondere Form von Konferenz mit einem ganz offenen Konzept. Das grobe Thema legen die Initiatoren fest, das Programm entsteht jedoch spontan. Aus dem Kreis der Teilnehmer werden im Vorfeld oder zu Beginn der Konferenz Vorschläge zu Sessions gemacht, das Plenum stimmt darüber ab und die Sessions mit den meisten Stimmen, dem größten Interesse, werden dann gehalten. Die Sessions können ganz unterschiedlich ablaufen, man diskutiert, es gibt unterschiedlichste Aktivitäten, man kann sich vielfältig beteiligen. Das hat ganz schön viel von Soziokultur ;-) Das Theatercamp am 11. November im Hamburger Thalia Theater ist das erste Barcamp in Deutschland, was sich speziell mit dem Thema Theater beschäftigt.

Im Vorfeld des Theatercamps haben die Initiatoren auf ihrem Blog dazu aufgerufen, über Schlüsselerlebnisse mit dem Social Web zu berichten. Blogger, die sich an der Blogparade beteiligen möchten, schreiben auf ihren Blogs Beiträge zu der gestellten Frage und verlinken ihn auf das Blog des Fragestellers. Ich hatte auf meinem Weg und somit auch dem Weg der Brotfabrik ins Social Web zwei konkrete Schlüsselerlebnisse, von denen ich hier berichten möchte. Für mich selbst ist das auch Neuland, dies ist mein erster Beitrag zu einer Blogparade. Also, los geht´s…

Schlüsselerlebnis 1 – die stARTconference

Es begann vor vier Jahren. Ich wollte mich etwas weiterzubilden und auf einen aktuellen Stand in Sachen „Netz“ bringen. Begriffe, wie „Myspace“, „Facebook“ oder „Blog“ hatte ich schon öfter gehört und die Idee reifte, diese für die Vermarktung unserer Jugendtheaterstücke nutzbar zu machen. Aber was ist das alles überhaupt und wie geht das? Per Zufall entdeckte ich in einer Branchenzeitschrift eine Anzeige der stARTconference, einer Konferenz, die genau das zum Thema machte: Web 2.0 – wie es damals hieß – und Kultur. 2009 fand die stARTconference erstmals in Duisburg statt und ich meldete mich an.

Mit wenig praktischer Erfahrung und geringen Erwartungen machte ich mich also auf an den Niederrhein – Eine Reise, die mein Leben verändert hat. Das ist keine Übertreibung, die zwei Tage in Duisburg waren wirklich eine Offenbarung und die Tür zu einer neuen Welt. Ich fühlte mich wie ein Kind vor dem Weihnachtsbaum, fasziniert und begeistert von der Atmosphäre, den Themen, den Besuchern und den „brennenden“ Machern der Konferenz Karin Janner, Frank Tentler, Christian Henner-Fehr und Christian Holst. Die stARTconference war mein erstes und definitiv wichtigstes Schlüsselerlebnis auf dem Weg ins Social Web.

Voller Euphorie und mit dem Entschluss „Das machen wir jetzt auch“ ging es zurück nach Bonn um dort auf ein „Das machen wir sicher nicht!“ von Chef und Kollegen zu stoßen. Fast zwei Jahre voller Diskussionen und Argumente sollte es noch dauern, bis im vergangenen Jahr mit dem OK für eine Facebook-Seite der erste kleine Schritt ins Social Web erfolgte, zwei Jahre, in denen ich privat zunächst zaghaft und dann immer begeisterter neue Plattformen und Tools ausprobierte und das Social Web für mich zu einer zweiten Heimat wurde.

Schlüsselerlebnis 2 – ein Telefonat

Um mein privat angesammeltes Wissen professionell zu untermauern und um eine gute Facebook-Seite für die Brotfabrik Bühne zu bauen, nahm ich Kontakt zu Annette Schwindt, Pr-Beraterin und Autorin von „Das Facebook-Buch“, auf. Während des Telefonats mit ihr hatte ich mein zweites Schlüsselerlebnis auf dem Weg ins Social Web. Annette Schwindt fragte mich nach unserer bestehenden Webpräsenz und öffnete unsere damals aktuelle Website.

Nach einer gefühlten Ewigkeit des Schweigens folgte der Ausruf „Was ist das denn?“ und mir war schlagartig klar: mal eben eine Facebook-Seite auf eine fünf Jahre alte, handgestrickte Website aufsatteln is nich – ich muss komplett neu denken, neu konzeptionieren, von einer neuen Website als Fundament ausgehend eine neue Kommunikationsstrategie entwickeln. Die interne Überzeugungsarbeit zu diesem großen Schritt war dann überraschend einfach. Das OK kam schnell und Anfang 2012 starteten wir mit der Planung und Programmierung der neuen Website, die seit Ende Oktober online ist.

Und jetzt?

Jetzt, wo es praktisch los geht – die neue Website ist da, das Blog sowie Präsenzen u. a. auf Facebook, Twitter, Instagram und Flickr sind eingerichtet – wird es richtig spannend:

  • Wie und ob überhaupt wird unser Publikum die neuen Angebote annehmen und mit uns in Dialog treten?
  • Lassen sich langfristig genug spannende Geschichten in einem kleinen Haus mit überwiegend Gastspielen finden?
  • Wie klappt das mit dem Zeitmanagement in einer Einpersonen-, Teilzeit-, Presse-, Öffentlichkeitsarbeit-, Social Web Management-, Marketing-, Orga-, Abteilung?

Ich freue mich, diese und viele andere Fragen und Themen mit den Kolleginnen und Kollegen aus anderen Häusern zu diskutieren und werde selbstverständlich während und nach dem Theatercamp darüber berichten.

(Ulrike Dümpelmann)

3 Kommentare

  1. Liebe Brotfabrik,
    liebe Ulrike,
    ein sehr schöner Blogpost! Es grüßt immer wieder die “stARTconference” als Schlüsselereignis im Social Web. Einiges kommt mir bekannt vor ;-) #eigene Erfahrung. Toll, dass Ihr jetzt die Initialzündung digital umsetzt, vor allem das Blog gefällt mir prima. Denn hier ist und bleibt Euer Content, unabhängig von jeder Social Media Plattform. Ich drücke Euch die Daumen und wünsche Euch viel Erfolg in Richtung Partizipation und Austausch mit den Theaterbesuchern! Spannende Geschichten habt Ihr sicherlich zuhauf und auf diese bin ich schon sehr neugierig.
    Viele Grüße, Tanja

  2. Pingback: Mitmachen! Bis zum 11.11.: Blogparade: (Schlüssel-) Erlebnisse mit dem Social Web | Theatercamp

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