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Die BUSC wird 20!

Im November 1992 von Studenten der Bonner Anglistik gegründet, ist die Bonn University Shakespeare Company mittlerweile eine feste Anlaufadresse für englisches Theater in Bonn. Es sind bei Weitem nicht nur derzeitige Englischstudenten, die hier auf der Bühne stehen, Regie führen und hinter der Bühne mitwirken. Mittlerweile zählt die BUSC Studenten und ehemalige Studenten verschiedenster Fachrichtungen und Altersgruppen zu ihren Mitgliedern.

Den Gründern kam es vor allem darauf an, Theaterpraxis und Studium zu verknüpfen, denn obwohl Theatergeschichte und Theaterwissenschaft damals wie heute essentielle Bestandteile des Anglistikstudiums sind, fehlt oftmals die praktische Anbindung. In der BUSC geht es daher neben dem Aufführen englischsprachiger Stücke auch um die Theorie hinter den Stücken und der Aufführung.

Wir setzen uns zudem für die „Anwerbung” von ausländischen Studenten ein, die beispielsweise mit dem Erasmus-Programm nach Bonn gekommen sind und oftmals nach Möglichkeiten suchen, ihre Deutsch- und Englischkenntnisse auch außerhalb der Vorlesungen an der Universität zu erweitern.

Doch sind es keineswegs nur die neueren Mitglieder, die die BUSC am Leben halten – auch viele der Mitglieder, die bereits in den 90er Jahren ihren Weg zur BUSC gefunden haben, sind nach wie vor ein unentbehrlicher Teil unserer Theatergruppe. Mittlerweile finden sich in unseren Reihen sogar ein paar Menschen, die ihre Leidenschaft für das Theater zum Beruf gemacht haben. Zum Stichwort Beruf: Die Kombination von Studium/Beruf und Theater ist nicht immer leicht zu vereinbaren, doch überraschenderweise beteiligen sich viele Berufstätige regelmäßig an den Produktionen oder sind darüber hinaus noch Teil des Vorstands, sodass es stets eine ausgewogene Mischung aus neuen und „älteren” aktiven Mitgliedern gibt.

Mitmachen kann bei der BUSC übrigens jeder – perfekte Englischkenntnisse, langjährige Bühnenerfahrung und sonstige Vorkenntnisse sind bei uns absolut keine Voraussetzung. Am Anfang jeder Produktion werden mehrere Vorsprechen angeboten, bei denen auch Nicht-Mitglieder immer herzlich Willkommen sind. Sind alle Rollen dann schließlich besetzt, gibt es aber immer noch genügend andere wichtige Aufgaben zu vergeben: Wir kümmern uns um alle Bereiche selbst – vom Bühnenbau, über die Kostüme bis hin zu Marketing und Soufflage. So gibt es schließlich auch abseits der Bühne für jeden etwas zu tun. Durch dieses Konzept hat sich die BUSC mittlerweile zu einer Gemeinschaft aus vielen verschiedenen Menschen mit verschiedensten Kenntnissen und Fähigkeiten entwickelt, die jedoch alle eines gemeinsam haben: die Leidenschaft für das Theater.

Wie erfolgreich diese Gemeinschaft ist, zeigt sich darin, dass wir in diesem November unser 20-jähriges Jubiläum feiern – und ein Ende ist weder in Sicht noch geplant. Die einzige Schwierigkeit, der wir uns ausgesetzt sehen, ist, dass es irgendwann keine Shakespeare-Stücke mehr gibt, die wir noch nicht inszeniert haben und auch nicht noch einmal neu inszenieren können. Aber selbst in diesem Fall gibt es ja immer noch genügend anderes potentielles Material für neue Produktionen, denn wie unser Namenspatron schon zu sagen pflegte: „All the world’s a stage.”

Gastautorin: Julia Pflüger

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